Der Film als Lehrmaterial

Lange Zeit galt der Film als Unterhaltungsmedium der besonderen Art. Ob als Komödie, als Spielfilm, Liebes- oder Abenteuerfilm – der Film war dazu da, dem Zuschauer Zerstreuung zu bieten. Er sollte vom Alltag abschalten können. Dank moderner Techniken ist die Herstellung von Filmen und Videos mittlerweile sehr kostengünstig möglich, so dass auch viele Lerninhalte über die bewegten Bilder dargestellt werden. In der Schule, im Studium, auf Weiterbildungen und Seminaren kommen solche Lehrfilme zum Einsatz. Die Vorteile dabei: Das Wissen wird konkreter vermittelt, weil spezifische Situationen dargestellt werden.

Aus der Fahrschule kennt sicher jeder den einen oder anderen Film, der zeigen soll, welche Gefahren unkontrolliertes Fahren oder Fahren unter Alkohol mit sich bringt. In diesem Zusammenhang sind auch Filme des TÜVs entstanden, in denen man sich mit der MPU auseinander setzt, deren Ablauf erklärt oder verschiedene Teilbereiche der Untersuchung darstellt. Damit will man den künftigen Teilnehmern an der MPU zeigen, wie sie sich den Ablauf vorzustellen haben und worauf sie während der Untersuchung achten müssen.

Ebenfalls werden Filme im Schulunterricht eingesetzt. Atemberaubende Bilder, die etwa die Geburt von Tieren zeigen oder auch andere Vorgänge im Naturreich können so besser dargestellt werden. Die Motivation der Schüler, das Wissen tatsächlich zu erlernen, steigt durch solche bewegten Bilder. Aus diesem Grund hat sich der Film mittlerweile als wichtiges Lehrmaterial durchsetzen können. Auch schwer zu verstehende Dramen von Shakespeare und Co. können mit Filmen unterstützt werden. Hier kann zumindest die grobe Handlung erfahren werden. Auch lässt sich darüber diskutieren, wie die Umsetzung in einem bestimmten Film erfolgt ist, welche Teile der literarischen Vorlage übernommen oder abgewandelt wurden.

Insgesamt eignet sich das Medium Film also ideal, um Lerninhalte aus den verschiedensten Bereichen in bewegten Bildern zu vermitteln. Die Motivationssteigerung bei den Schülern ist durch eine leichtere Verständlichkeit beachtlich. Zudem steigt das Interesse an einem Thema oftmals, wenn man es sozusagen in der Praxis im Film gesehen hat.