MEDIA Geschichte

Schon in den 1960er Jahren konnte man erste Initiativen für die gemeinsame Medienpolitik in Europa erkennen. Leider scheiterten Abkommen, welche die europäischen Koproduktionen und deren Förderungen erleichtern sollten, an den unterschiedlichen Vorstellungen und Interessen der einzelnen Nationen. Erst im Jahre 1988 wurde vom Europarat ein erster Koproduktionsfonds gegründet, der auch heute noch besteht. Er heißt Eurimages.

Der Vorgänger der EU, die Europäische Gemeinschaft (EG) war jedoch noch immer dabei, ein Konzept zur Filmförderung der Filmwirtschaft in Europa auszuarbeiten. Dies sollte sich nicht nur auf die Produktion beschränken (es gab in den einzelnen Ländern bereits einige Projekte hierfür), sondern auch auf die internationale Verbreitung der europäischen Filme.

Bis zum Jahr 1987 erreichten die allerersten Projekte ihre Einführungsphase. Bis zu diesem Zeitpunkt waren bereits über 2000 Fachleute an der Erarbeitung der Projektkonzepte und -vorschläge beteiligt.  
Folglich wurden zwischen 1987 und 1990 neun Förderprogramme getestet, was ihre Praxistauglichkeit betraf. Darunter waren die heute noch bestehende Initiative „Cartoon“, sowie das europäische Filmbüro in Hamburg (EFDO), welches mittlerweile als European Film Production tätig ist (EFP).

Am 21.12.1990 wurde vom Rat der Europäischen Gemeinschaft ein Beschluss gefasst, der die Durchführung eines Aktionsprogramms (MEDIA, von 1991-1995) verordnete. Dieses erste MEDIA – Programm verfügte über ein Gesamtbudget von etwa 200 Millionen ECU (Vorläufer des Euro). Man gründete in jedem europäischen Land Büros, um die Kooperation zwischen der EG und dem betreffenden Land zu ermöglichen. Schon zu damaliger Zeit wurde der Verleih und Vertrieb der Filme gefördert. Außerdem wurde in die Aus – und Weiterbildung Filmschaffender investiert, zum Beispiel in die MEDIA Business School.

Im Jahre 1996 kam das Nachfolgeprogramm MEDIA II heraus, mit einem Budget von 310 Millionen ECU. Das Projekt nahm Verbesserungen bezüglich dem ersten Programm auf und gliederte sich in drei Hauptkriterien, nämlich die Projektentwicklung, den Vertrieb und die Fortbildung. Nach MEDIA II kam MEDIA Plus (2001 – 2006), welches 483 Millionen Euro bekam. Bereits zu diesem Zeitpunkt waren 31 Mitgliedsländer aktiv, darunter auch die Schweiz. Seit 2007 ist das Programm MEDIA 2007 aktiv,  mit einem Gesamtbudget von 755 Millionen Euro. Die Mitgliedsstaaten haben sich auf 32 erhöht.