Videoproduktionen ? die Weiterentwicklung des Films

Der Film ist bekannt für das Trägermaterial Zelluloid. Schwierig ist es bei einem echten Film, mit möglichst wenigen Mitarbeitern ein entsprechend gutes Ergebnis zu erzielen. Aufgrund der vielfältigen Aufgaben, die beim Film anfallen, werden auch sehr viele Menschen hinter den Kameras benötigt. Das macht klassische Filmproduktionen natürlich recht teuer. Die Weiterentwicklung, die ebenfalls anfänglich gefördert wurde, vor allem vom Media Filmförderungsprogramm, basiert dagegen auf dem elektronischen Bild.

Besonders große Unterschiede ergeben sich beim Zeitaufwand der Bearbeitung von Film- und Videoproduktionen, sowie beim notwendigen Personaleinsatz. So gilt generell, dass beim Film ein Beleuchter, einige Kameramänner und Toningenieure vor Ort sein müssen. Ein großer Cast ist also unumgänglich, meist werden sogar mehrere Kamerateams eingesetzt. Bei Videoproduktionen  dagegen ergibt sich ein ganz anderes Bild: So kann die gesamte Produktion von einem einzigen, natürlich ebenso gut qualifizierten, Mitarbeiter übernommen werden. Dieser kann sowohl den Dreh an sich übernehmen, als auch die spätere Bearbeitung, die am PC in digitaler Form stattfindet.

Die Qualitätsunterschiede zwischen Film- und Videoproduktionen sind hingegen für Laien kaum sichtbar, die Kostenunterschiede machen sich allerdings sehr deutlich bemerkbar. Heute werden die Videoproduktionen deshalb sehr häufig eingesetzt, insbesondere wenn es um Filme geht, mit denen sich Unternehmen präsentieren wollen. Dennoch wird die klassische Filmproduktion kaum vom Markt verdrängt werden können, denn gerade das ganz große Kino aus Hollywood wird wohl kaum auf das Trägermaterial Zelluloid verzichten wollen.

Hier gilt, dass man noch immer einige Vorteile beim klassischen Film sieht, weshalb sich beide Varianten langfristig halten werden. Während der klassische Film vor allem der Unterhaltung dient, kann die Videoproduktion bei Unternehmens- und Imagefilmen punkten. In kaum einem anderen Bereich werden also zwei völlig unterschiedliche Verfahren nebeneinander bestehen können. Deshalb ist es auch wichtig, dass man die wesentlichsten Unterschiede zwischen den beiden Produktionsformen kennt. Andernfalls können beide gerade von Laien schnell miteinander verwechselt werden.