Wo wohnen Regisseure ?

Wer an Regisseure denkt, dem fallen zunächst sicherlich Namen wie Woody Allen, George Lucas oder James Cameron ein und derjenige stellt sich unter deren Wohnungen prachtvolle Luxusvillen an den schönsten Stränden der Erde vor. Aber selbst, wenn dies für einige erfolgreiche Regisseure zutrifft, gibt der Wohnungsmarkt nicht für jeden Filmregisseur das gleiche her.

Denn der Weg zum Oscar und zu Ruhm stellt sich schwerer dar, als man das annehmen könnte. Filmstudenten müssen um Praktikastellen bei Produktionsfirmen hart kämpfen und schaffen den großen Wurf häufig erst durch Zufall, Kontakte und Ausdauer. Wer glaubt durch ein Filmstudium schon den sicheren Erfolg in der Tasche zu haben ist für den Beruf des Filmregisseurs ungeeignet. Allein das theoretische Wissen, wie ein Film umgesetzt werden kann reicht heutzutage in diesem Job nicht mehr aus. Musikalisches Verständnis, Motivation der Mitwirkenden, eine künstlerische Ader, Zeitmanagement und noch viele weitere Kriterien stehen dem Filmnachwuchs im Wege.

So wird schnell aus der Luxusvilla am Strand eine realistischere Einschätzung der finanziellen Möglichkeiten. Dann hausen die Filmemacher plötzlich doch in kleineren Wohnungen und nicht im großen Anwesen oder teuren Hotels. Das ist aber noch lange kein Beinbruch. Viele einflussreiche Persönlichkeiten residierten in schlichteren Verhältnissen und kamen dort zu bahnbrechenden Ideen. Man denke nur an den Philosophen Diogenes von Sinope, der unter anderem dadurch bekannt geworden war, dass er in einer Tonne wohnte.

Es sind also gar nicht immer die unbezahlbarsten Domizile, die letztendlich zu Weltruhm oder Publizität führen. Bis dahin müssen meist viele kleinere Hürden genommen werden und von der Wohngemeinschaft über spärliche Hütten oder gar Tonnen der Wohnungsmarkt ganz und gar ausgeschöpft werden. Das hat auch den Vorteil, dass Regisseure durch ihre wechselnden Unterkommen verschiedene Stile von Quartieren kennenlernen und dies unter Umständen in neuen Filmideen verbauen können. Denn dieser Perspektivenwechsel ist ja bekannterweise Grundvoraussetzung für einen guten Film.